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In der Natur fällt ein Wassertropfen aus großer Höhe zu Boden und hat somit viel Zeit, zu gefrieren. Je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur kristallisieren die Wassertropfen anders. So kommen die unterschiedlichen Flocken zustande. Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch die maschinelle Beschneiung.
Klares Wasser wird mittels einer Turbine durch eine Düse gedrückt und zerstäubt. Während die feinen Wassertropfen zu Boden rieseln, gefrieren sie. Technisch erzeugter Schnee ist also absolut mit „Naturschnee“ vergleichbar. Durch die feinstufige Abstimmung der Düsen entsteht Schnee in mehreren Qualitäten.. Im Gegensatz zu „Naturschnee“ kann auch bei wechselnden Wetterverhältnissen die Schneequalität auf diese Weise konstant gehalten werden.
Im Unterschied zu den Schneeflocken, die vom Himmel fallen, legen die Wassertropfen aus der Beschneiungsanlage einen viel kürzeren Weg zurück. Darum sind die Schneekristalle größer. Die Schneeschicht wird darum viel kompakter. Sie braucht später beim Präparieren der Pisten nicht mehr so stark verdichtet werden. Die Schneehöhe von 20 Zentimeter technisch erzeugter Schnee entspricht einer 50 bis 60 Zentimeter dicken Naturschneedecke.
Schnee-Erzeuger produzieren also Schnee auf ganz natürliche Weise, aus Wasser und Luft mit Hilfe elektrische Energie. Um den Energiebedarf zu beurteilen, kann man einen ganz einfachen Vergleich aufstellen. Um eine 40 Meter breite und etwa ein Kilometer lange Skipiste zu beschneien, werden pro Saison etwa 37.000 Kilowattstunden Strom benötigt. Für den Betrieb einer öffentlichen Sauna werden 350.000, für den einer Eislaufhalle 1.300.000 Kilowattstunden benötigt.
Schnee-Erzeuger stellen keine Belastung der natürlichen Vegetation dar. Sie schützen die Pisten vor mechanischer Belastung durch den Skibetrieb und fördern damit die Vegetation. Diese Tatsache ist mehrfach wissenschaftlich belegt. Eine kompakte Schneeschicht schützt die Natur während der kalten Monate und hat auch für die restliche Zeit eine positive Auswirkung auf die Vegetation. Im Frühjahr taut die Schneedecke langsam ab, das zur Beschneiung verwendete Wasser wird so nach und nach dem Boden wieder zugefügt.